Donnerstag, 22. Januar 2009

„Mit Sieben-Meilen-Stiefeln um die Welt“ wird Landessieger in Sachsen-Anhalt im Integrationswettbewerb der Stiftung „Bürger für Bürger“.

Die Sieger beim bundesweiten Wettbewerb „Teilhabe und Integration von Migrantinnen und Migranten durch bürgerschaftliches Engagement“ der Stiftung Bürger für Bürger stehen fest. Aus 179 Bewerbungen wählte eine prominent besetzte Jury am 13. Januar 2009 die Landessieger aus den Bundesländern. Die daraus ermittelten Bundessieger sowie Anerkennungspreise werden bei einer großen Preisverleihung am 10. März im Roten Rathaus in Berlin bekannt gegeben und gekürt

Landessieger in Sachsen-Anhalt wurde die Aktion „Mit Sieben-Meilen-Stiefeln um die Welt“ als Kooperation von Jugendmigrationsdienst und Projekt „Migration erlebbar machen“ der St. Johannis GmbH – Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienstleistungen mit dem Jugendamt der Stadt Dessau-Roßlau, Abteilung Jugendförderung und der Anhaltischen Landesbücherei mit freundlicher Unterstützung der Pfadfinder vom Stamm Jacobus – Dessau.

Mit dem bundesweiten Praxis- und Ideenwettbewerb sollen vorbildhafte Praxis und realisierbare innovative Ideen identifiziert, anerkannt und zur Nachahmung oder erstmaligen Realisierung angeregt werden. Besonderen Wert legte die Jury darauf, dass Migrantinnen und Migranten sich gemeinsam mit Einheimischen für ein gesellschaftlich relevantes Anliegen engagieren.

Die Auszeichnung der Preisträger erfolgt durch Geldpreise (1. Preis: 2.500 EUR, 2. Preis: 1.500 EUR, 3. Preis: 1.000 EUR sowie vier weitere Anerkennungspreise in Höhe von 500 EUR), Öffentlichkeitsarbeit (Presseinformationen, öffentliche Preisträgerveranstaltung, Internet-Präsentation und Kontakte) sowie Fortbildung.
Der Wettbewerb wird unterstützt von der DFB-Stiftung Egidius Braun.

Was soll ich sagen? Wir freuen uns!!!!

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Der Abschied von der Märchenjurte

So sieht sie aus, wenn alles vorbei ist - für 2008. Wenn alles gut geht, sehen wir uns 2009 wieder!

Die Jurte in der Zeitung

Laternen steigen in den Abendhimmel

Montag, 29. September 2008

Mit dem Zug aus Vietnam

Freitag, letzter Tag in der Märchenjurte. Unser heutiger Gast heißt Nguyen Tien Duc und ist vor viele Jahren tatsächlich mit dem Zug aus Vietnam nach Deutschland gereist. 17 Tage war er unterwegs, bis er hier ankam. Heute nicht, da ist er bequem mit dem Auto gefahren und nur eine Stunde auf der Straße, denn Herr Duc lebt und arbeitet nun in Magdeburg.

Mitgebracht hat er ein einsaitiges Musikinstrument, die Dan Bau. Daurauf spielt er, einen kleinen Holzstab in der Hand, Melodien mit vielen unterschiedlichen Tönen.


Die Kinder in der Jurte versuchten, hinter das Geheimnis dieser Spielweise zu kommen, doch sie entlockten dem Instrument nur einen Ton - dafür aber in unterschiedlicher Lautstärke.

Erst ein Vater durchschaute die Spielweise, einer Gitarre nicht ganz unähnlich. Doch der Meister des Instruments blieb Herr Duc.

Er erklärte dann seinen Zuhörern in der gut gefüllten Jurte, wie man sich in Vietnam begrüßt. Da geht es eher um das Alter des zu Grüßenden als um die Tageszeit. So sagt man zu Erwachsenen "Guten Tag, Onkel!" oder "Guten Tag, Tante!", auch wenn man gar nicht mit ihnen verwandt ist.

Die vietnamesische Geschichte handelt von einem König, der das klügste Kind in seinem Land sucht und den Bauern deshalb die Aufgabe stellt, ihm einen schwangeren Ziegenbock zu bringen. Da Ziegenböcke männlich sind und deshalb keine Böcklein bekommen können, wußte auch der kluge Junge und teilte dies dem König sehr geschickt mit - und der König hatte den klugen Jungen gefunden!

Freitag, 26. September 2008

Marine in der Jurte

Unser Gast am Donnerstag hat nichts mit Schiffen oder Seefahrt zu tun, sondern sie heißt so: Marine Mktchryan. Sie ist vor sieben Jahren aus Armenien nach Deutschland gekommen. Armenien ist das Land, aus dem die Aprikosen (Prunus armeniaca) stammen. Kein Wunder, dass die armenischen Kinder sich auch mit ihren Aprikosen etwas genauer beschäftigten und sie nicht nur aßen, sondern auch zum Spielen benutzten. So entstand gewiss auch die Idee, aus Aprikosenkernen Pfeifen zu basteln. Man reibt einfach die schmale Seite auf dem Stein, bis ein Loch entsteht und der Kern im Kern zum Vorschein kommt.

Den holt man mit einer Nadel oder einem spitzen Messer heraus. Ist der Kern völlig hohl innen, kann man auf ihm pfeifen wie auf einer Flasche oder wie Könner auf einer Querflöte.


Unsere Gäste waren jedenfalls fleißig dabei, die Aprikosenkernpfeifen herzustellen. Für lautstarke Untermahlung später am Abendbrotstisch war gesorgt...

Um 17:33 begannen wir mit dem Märchen in der Jurte. Marine (die gewohnt ist, dass wir Deutschen es schwer haben mit der Aussprache ihres Nachnamens) zeigte den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern, wo Armenien liegt.

Dann begann sie, das Märchen zu erzählen, warum die Sonnenblume sich immer der Sonne zuwendet. Eigentlich war die Sonnenblume ja mal eine Prinzessin und die Sonne ein schöner Prinz (der auch tatsächlich anwesend war!). Aus Sehsucht und großer Liebe wurde die Prinzessin zu Sonnenblume und sieht nun immer ihren Prinzen an. Ein Junge fragte hinterher, ob er diese Erkärung im Sachkundeunterricht verwenden könne - nunja, es ist ein Märchen, alle Angaben sind ohne Gewähr!

Da Armenien das Land der Aprikosen ist, waren Aprikosen in jeder Form auch in unserer Schatzkiste versteckt: frische Aprikosen, Getrocknete, Aprikosenkonfitüre auf Schnittchen... Und unsere Gäste hatten jede Menge Appetit mitbebracht.


Frisch gestärkt führte Marine die Kinder vor die Jurte, um mit ihnen zu spielen und zu tanzen. Und Pfeifen wurden auch weiter hergestellt. Ein Pfeiffen ging durch Dessau...

Donnerstag, 25. September 2008

Der Tip für den Tag um 17:330 Uhr

Wir werden heute auf alle Fälle noch bis 17:33 Uhr warten, bevor wir mit dem armenischen Märchen und Marine Mkrtchyan beginnen. Schließlich hat es die Mitteldeutsche Zeitung in der aktuellen Ausgabe so vorgegeben. Und wir halten uns dann natürlich dran!